Ein Positioniersystem ist eine technische Einheit, mit der sich mechanische Komponenten gezielt und wiederholbar bewegen lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine lineare Bewegung, eine Drehung oder eine komplexe Mehrachsbewegung handelt. Wichtig ist, dass die Bewegung exakt steuerbar ist – und immer wieder an der gleichen Stelle endet.
Genau dafür kommen Positioniersysteme in Maschinen, Anlagen und automatisierten Prozessen zum Einsatz. Sie sorgen dafür, dass jedes Bauteil dort ankommt, wo es hingehört – auf den Millimeter genau.
Wo werden Positioniersysteme eingesetzt?
In der modernen Industrie finden sich Positioniersysteme fast überall. Sie übernehmen Aufgaben in:
- CNC-Maschinen
- 3D-Druckern
- Verpackungsanlagen
- Dosiersystemen
- Handlingsystemen
- Robotern
- Prüf- und Montagelinien
Überall dort, wo Bewegungen präzise ausgeführt und wiederholt werden müssen, sind Positioniersysteme unerlässlich.
Obwohl sie sich in Aufbau und Technik unterscheiden, ist das Ziel immer gleich: eine kontrollierte Bewegung – schnell, exakt und wiederholbar.
Wie ist ein Positioniersystem aufgebaut?
Ein typisches Positioniersystem besteht aus mehreren Komponenten:
- Mechanik: Das kann eine Linearachse, eine Spindel, ein Zahnriemen oder eine Drehachse sein.
- Antrieb: Meist ein Schrittmotor oder Servomotor, der die Bewegung erzeugt.
- Sensorik: Geber oder Endschalter, die Positionen rückmelden.
- Steuerung: Eine Elektronik wie iseCONTROL, die die Bewegungsbefehle vorgibt und überwacht.
- Software: Oft ein übergeordnetes System, das Zielwerte überträgt und den Prozess koordiniert.
Nur wenn alle Teile zusammenarbeiten, kann ein System genau und zuverlässig arbeiten. Deshalb ist es wichtig, dass jede Komponente zur Anwendung passt – und zur gewünschten Genauigkeit.
Warum ist Präzision so wichtig?
Viele Prozesse erfordern eine genaue Wiederholung. Wenn ein Werkstück immer an derselben Stelle gebohrt, bedruckt oder geschnitten wird, darf sich die Position nicht verändern.
Bereits Abweichungen im Zehntelmillimeterbereich können Ausschuss verursachen. Deshalb sind gute Positioniersysteme darauf ausgelegt, auch bei Temperaturänderungen, Lastwechseln oder über längere Laufzeiten stabil zu bleiben.
Außerdem gilt: Je weniger Nachjustierung nötig ist, desto schneller läuft der gesamte Prozess – und desto geringer ist der Wartungsaufwand.
Unterschiedliche Bauformen von Positioniersystemen
Es gibt viele Arten von Positioniersystemen – je nach Aufgabe, Bauraum und Genauigkeit. Hier ein Überblick:
- Linearsysteme mit Spindel: präzise, selbsthemmend, ideal für vertikale Bewegungen
- Zahnriemenachsen: schnell, für längere Wege, wartungsarm
- Kurzhubsysteme: kompakt, für Pick-and-Place oder Prüfstationen
- Drehachsen: für Rotationen, zum Beispiel bei Werkzeugwechseln oder Verpackungen
- Mehrachsportale: Kombinationen aus mehreren Achsen für komplexe Bahnbewegungen
Welche Bauform gewählt wird, hängt stark von der Anwendung ab. Aber unabhängig davon ist eine zuverlässige Steuerung das Herzstück jeder Positionierung.
Die Rolle der Steuerung: iseCONTROL
Die Steuerung iseCONTROL wurde speziell für präzise Positionieraufgaben entwickelt. Sie arbeitet mit Schrittmotoren, optional auch mit Encodern, und unterstützt zahlreiche Betriebsmodi – vom einfachen Referenzieren bis zur komplexen Bahnsteuerung.
iseCONTROL bietet:
- Mikroschrittbetrieb für besonders ruhige Bewegungen
- Encoder-Anbindung für Closed-Loop-Systeme
- Eingänge für Endschalter und Sensoren
- PROFINET- und PROFIBUS-Schnittstellen für die Einbindung in übergeordnete Systeme
- Einfache Parametrierung über Web-Oberfläche oder Software
Die Steuerung lässt sich schnell in bestehende Maschinen integrieren. Sie sorgt dafür, dass jede Bewegung korrekt und zuverlässig ausgeführt wird – auch unter schwierigen Bedingungen.
Positioniersysteme im Maschinenbau
Für Maschinenbauer ist ein gutes Positioniersystem ein entscheidender Baustein. Denn es beeinflusst direkt die Qualität, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit einer Anlage.
Ein Beispiel: In einer Verpackungsanlage müssen Produkte exakt positioniert werden, bevor sie verschlossen oder etikettiert werden. Wenn das System nicht genau arbeitet, kann der ganze Prozess ins Stocken geraten – oder es entstehen fehlerhafte Verpackungen.
Deshalb legen viele Anlagenbauer großen Wert auf wiederholgenaue Achsen, zuverlässige Rückmeldung und einfache Steuerbarkeit.
Mit einem System wie iseCONTROL lassen sich diese Anforderungen praxisnah umsetzen. Das spart Entwicklungszeit und reduziert das Risiko von Ausfällen im Feld.
Integration in bestehende Anlagen
Ein großer Vorteil moderner Positioniersysteme liegt in ihrer Flexibilität. Dank standardisierter Schnittstellen wie PROFINET oder PROFIBUS lassen sich Steuerungen wie iseCONTROL einfach in bestehende Umgebungen einfügen.
Viele Anwender nutzen SCADA-, HMI- oder SPS-Systeme zur Gesamtsteuerung. Das Positioniersystem liefert die nötige Präzision im Detail – und reagiert sofort auf Befehle.
So lassen sich komplexe Abläufe zentral koordinieren, ohne auf Sicherheit oder Reaktionsgeschwindigkeit zu verzichten.
Fazit
Ein Positioniersystem ist mehr als nur ein Motor mit Führung. Es ist ein zentraler Bestandteil moderner Maschinen, der über Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit entscheidet.
Wer Bewegung im Griff haben will, braucht Kontrolle – und die beginnt beim richtigen Positioniersystem.
Durch präzise Bewegungen, einfache Integration und flexible Steuerungsmöglichkeiten bieten Systeme wie iseCONTROL eine ideale Lösung für viele Anwendungen – vom Sondermaschinenbau bis zur Serienfertigung.